Simon Roloff

Medienästhetik · Digitale Literatur · KI-Kritik

Über

Simon Roloff ist Medienwissenschaftler, Autor und Forscher im Bereich digitale Literatur. Er vertritt gegenwärtig die Professur für Medienästhetik an der Leuphana Universität Lüneburg und ist Senior Lecturer am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst in Wien. Er ist Mitglied im DFG-Netzwerk «Das Wissen digitaler Literatur».

Zuvor war er Juniorprofessor für Literaturwissenschaft und Literarisches Schreiben an der Universität Hildesheim und Fellow am MECS (Leuphana). Er hat Kulturwissenschaften und Philosophie an der HU Berlin studiert, Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Bauhaus-Universität Weimar promoviert.

Forschungsschwerpunkte

KI-Kritik und künstlerische Praxis

Simon Roloff untersucht Künstliche Intelligenz an der Schnittstelle von Medientheorie und künstlerischer Praxis. Sein Ansatz zielt darauf, KI nicht nur analytisch zu verstehen, sondern durch ästhetische Verfahren kritisch zu befragen und zu transformieren. Aktuelle Projekte umfassen eine Installation mit Kaj Duncan David in «The World Through AI» an der Schirn Kunsthalle Frankfurt (2026), die KI-gestützte Textengine such remorseless a havoc auf Basis von Schiffsbewegungsdaten, das Seminar Writing With AI As A Critical Practice und den KI-Schreibtutor für die deutschsprachigen Literaturinstitute (mit Dan Verständig, Center for Critical Computing).

Digitale Textualität und Computational Poetics

Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Texte — von algorithmisch generierten Werken bis zu Quellcode — gelesen, analysiert und theoretisch gefasst werden können. Das DFG-Projekt code/verstehen (mit Hannes Bajohr) widmet sich der Philologie und Theorie algorithmischer Quelltexte. Die Monografie Digitale Literatur: Zur Einführung (Junius, 2024) bietet einen umfassenden Überblick über das Feld.

Kulturtechniken

Roloffs kulturwissenschaftliche Arbeiten analysieren Praktiken der Selbstoptimierung, des Coachings und der Arbeitsvermittlung als Kulturtechniken. Die Monografie Ausweitung der Coachingzone (transcript, 2023) untersucht Coaching als kulturelle Praxis. Der Stellenlose (Fink, 2015) rekonstruiert die Archäologie des Sozialstaats anhand von Robert Walsers Texten.

Ausgewählte Publikationen

Institutionelle Anbindungen

Kontakt

E-Mail: simon.roloff@gmail.com

Vita: roloffsimon.com/vita

Publikationsverzeichnis: roloffsimon.com/publikationen