BEAM-Berlin-Trilogie

2023 Drei generative Textinstallationen BEAM Berlin Schicklerhaus mit The Green Eyl

Konzept

Für die aus Glasbausteinen bestehende Pixel Wall im BEAM Berlin Schicklerhaus entstanden in Zusammenarbeit mit The Green Eyl drei generative Textinstallationen, die das Gebäude und die Menschen in ihm als Ausgangspunkt von Generierungen nutzen.

Der Büroszenengenerator kombiniert per Python-Skript randomisierte Versatzstücke alltäglicher Bürosituationen zu einem fortlaufenden Gedicht, das die repetitive Mikrodramatik von Arbeitswelten in eine rhythmische Schleife überführt. Das Hausprotokoll übersetzt Messwerte der Gebäudetechnik — Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Energieverbrauch — in sprachliche Sequenzen und lässt so eine maschinelle Selbstbeschreibung des Hauses entstehen, die zwischen technischem Logfile und lyrischer Zustandsnotiz changiert.

Der Doorman Monologue schließlich entstand im Dialog mit GPT-3 als fortlaufender innerer Monolog einer fiktiven Empfangsfigur, deren Rede die Schwellensituation zwischen Innen- und Außenraum, Kontrolle und Gastfreundschaft sprachlich auslotet. Auf der transluzenten Pixelfläche der Glasbausteinwand erscheinen die generierten Texte als ephemere typografische Texturen.