Mockup der Installation (generiert mit Nano Banana 2)
Generierte Soundgedichte
So that lawter slaughtered, with walter daughters,
boughter the bots of your sautter,
watne the vawter from our wachter taught,
altar water.
So that levee levied, with sheppy harries,
chevy the havey of your tevye,
hettie the bevy from our heady helvie,
hetty heavy.
So that claim failed, with same clays,
wailed the fales of your blames,
came the flaim from our late galles,
fame flame.
GUIDORACLE ist eine generative Klanginstallation, die Guido d'Arezzos „Solmisationsmethode" — den Beginn der europäischen Notenschrift — aus dem Micrologus (1026) mit maschinellen Lernverfahren verschränkt. Ein phonetischer Vektorraum (aufgebaut aus dem CMU Pronouncing Dictionary mittels Character-N-Gram-Vektorisierung und Nearest-Neighbor-Suche) erzeugt zu einem Eingabewort klangverwandte Nachbarschaften, die per POS-Tagging in eine Hymnus-Schablone nach dem Vorbild von Ut queant laxis eingesetzt werden.
Eine Guido-Engine übersetzt den Gedichttext nach dem historischen Prinzip der Vokal-Tonhöhen-Zuordnung in eine mehrstimmige MIDI-Komposition, die per FluidSynth zu Audio gerendert wird. Dieses Audio wird von einer Open-Source-Version von Whisper unter halluzinogenen Parametern transkribiert — ein gezieltes Missverstehen, das aus Instrumentalklang neue Wortfragmente destilliert, die als Keimzellen des nächsten Zyklus dienen.
Fünf CRT-Monitore zeigen die deterministisch erzeugten Soundgedichte. Die Installation läuft als geschlossener Kreislauf — Text wird Musik, Musik wird (miss-)gehört, das Gehörte wird Text — und vollzieht so eine Kette produktiver Fehlleistungen.